Es rüttelt sich und schüttelt sich…


Geräte, Mit Antrieb: Vibratoren / Dienstag, 24. November, 2020

…hat aber kein Säckchen, das es hinter sich werfen kann. Wir sprechen vom Vibrator. Der Vibrator ist streng genommen ein Werkzeug, da sich das aber etwas monströs anhört, hat man sich auf den Oberbegriff „Spielzeug“ eingeschossen. Auch irgendwie unpassend, aber das Sex oder Love davor macht die Produkte dann doch halbwegs „erwachsen“.

Toy mit Boy (dran) oder aus Silikon?

Die Hälfte aller Frauen soll Umfragen zufolge ja bereits eins besitzen, wobei wiederum über die Hälfte davon Vibratoren den Dildos und anderem Gedöns vorziehen. Überhaupt haben Sexspielzeuge, insbesondere Vibratoren, heute mehr oder weniger denselben Markt- und Stellenwert für ausgebefreudige Konsument*innen wie Kosmetik, Körperpflege, Klamotten und Schuhe. Oder kurz gesagt, Lifestyle halt. Lifestyle ist ja auch so ein herrlicher, inflationär benutzter Begriff, der mit allem und nix gefüllt werden kann – solange halt sexuelle Stimulierer mit dabei sind.
Die Gretchenfrage bei allem (belegbaren) Für und Wider, bei aller grenzenlosen Aufklärung, bei allem lifestyligen Medien-Getöse ist, was besser tut: Das Werkzeug, sorry, Spielzeug? Oder der Mann / die Frau aus Fleisch und Blut (wobei streng genommen keiner von denen Säckchen hinter sich werfen kann). Tja, schwer zu sagen – hierüber könnte man endlos philosophieren oder streiten.

Was können die, was der nicht kann?

Fakt ist, dass Vibratoren vibrieren und pulsieren können. Penisse können das nicht. Vibratoren brummen oder summen. Penisse können das nicht. Vibratoren können an- und abgeschaltet werden. Penisse nicht oder zumindest nur eingeschränkt. Dafür aber hängt an Penissen ein Mensch, der atmen, sprechen, küssen, schmusen und noch vieles mehr kann! Diese Lanze wollen wir aus Frauensicht doch hier mal brechen – zumal gerade Männer sich teilweise verunsichert fühlen angesichts der Vielfalt an Sexspielzeugen, die sie unter Umständen ersetzen könnten.
Wobei wir die Lanze schnell wieder zusammenflicken: Schließlich haben Männer Vibratoren erfunden, um unsere Hysterien und Verwirrtheiten zu heilen. Sollen sie also jetzt nicht rumjaulen, wenn wir auf den Geschmack gekommen sind.

Nochmal wobei: …das jetzt auch nicht ganz korrekt ist – denn der Vibrator an sich wurde bereits vor 2000 Jahren von Kleopatra entwickelt. Sie war ein bekennender Fan der Selbstbefriedigung und benutzte Mamordildos, wünschte sich dann aber mehr Rambazamba in der Bude und steckte einen ordentlichen Schwung Bienen in eine Papyrustüte, um diese dann – wie auch immer – untenherum summen zu lassen. Schwupps, der Vibrator war geboren. Heute können auch die Bienenstich-Allergiker*innen unter uns Vibratoren benutzen. Sie summen zwar immer noch, sind aber ansonsten relativ ungefährlich.

Kaufbar

Diese drei Klassiker…

…sind gute Beispiele für die Vielfalt in der vibrierenden Sexspielzeugwelt, was Farbe und Form angeht. Aber auch für die Vielfalt der Investitionen, die Ihr tätigen könnt, um es Kleo gleich zu tun. Da sind welche doppelt oder auch gern mal viermal teurer als andere. Tja, so ist auf jeden Fall für jede was dabei…

Der Easy (links) sagt es ja schon mit seinem Namen; er ist gut steuerbar, biegsam und sehr leise, wenn auch mit 22 Zentimetern sicher nicht der kleinste. Statt USB-Kabel müsst Ihr 2 AAA-Batterien in ihn stecken, um ihn loslegen zu lassen, dafür ist er aber auch der günstigste.
Der mittlere Desire Explodes ist der Größte und Dickste hier im Bunde und ebenfalls im oberen Bereich biegsam. Er brummt etwas lauter (hat ja auch 2 Motoren) und hat einen Vibrationsmodus mehr.
Der kürzeste hier im Bunde, der Mona Wave, hat am meisten „Taille“ und ist gleichzeitig der teuerste. Dafür wartet er aber mit den meisten Vibrationsmodi auf – und einem speziellen: Er kann „nicken“, das soll die Bewegungen eines Fingers imitieren. Er summt eher, als dass er brummt, und das circa eine Oktave höher als die beiden anderen Kollegen.

Große und kleine Unterschiede

Klar, eigentlich sticht der Preisunterschied am dollsten ins Auge. Zwar haben die beiden teureren kleine schnuckelige Satinsäckchen zum Aufbewahren dabei, das rechtfertigt jedoch nicht wirklich den monetären Unterschied.
Ok, statt mit Batterien kann man Desire Explodes und Mona Wave per USB-Kabel aufladen, das im Lieferumfang enthalten ist. Die Verpackungen sind auch etwas stylischer als die des Easy, wobei… wir Sextoy-Verpackungen eher selten irgendwo als Deko-Element drappieren oder für Verpackungen der kommenden Weihnachtsgeschenke wiederverwenden…?

Die Haptik ist bei allen mehr oder weniger identisch – alle sind mit superweichem Silikon überzogen.
Sicherlich ist die Menge der Stufen und Rhythmen und Modi ein triftiger Grund für Preisunterschiede. Mehr Features = mehr Technik = mehr Preis.

Und: Mehr teuer = mehr Lust?

Nö! Das muss definitiv nicht zwangsläufig sein. Vor allem solltet Ihr bedenken, dass Ihr generell bei vielen Vibratoren erstmal eine halbe Stunde braucht, um Euch durch alle Vibrationsstufen und -rhythmen zu probieren; Euch im Anschluss auch merken solltet, was Euch am besten gefallen hat – und nicht zuletzt beantworten müsst: Wie oft muss ich drücken, um auf eben diesen favorsierten Rhythmus, Modus oder was auch immer zu gelangen?

Auch sieht man gut im Vergleich der drei hier, was drei oder vier Zentimeter Unterschied in der Länge oder nur 1 Zentimeter im Durchmesser dann doch tatsächlich ausmachen können! Formen und Haptik in Sachen Starrheit oder Biegsamkeit sind ebenfalls wichtig, denn sie müssen ja zu Eurer individuellen Anatomie passen. Da wird der Easy mit seiner schlichten, schnörkellosen Form seinem Namen gerecht. Der kräftig gebaute Desire Explodes ist kopfmäßig schon etwas gekrümmt (und soll damit G-Punkte, sofern vorhanden, enorm unter Strom setzen). Und Mona Wave will sich mit seiner geschwungenen Form „den weiblichen anatomischen Konturen optimal anpassen“. Aber bitte Obacht: Da keine von uns so aus dem Lameng sagen kann, wie ihre individuellen Kurven innerwärts aussehen, können wir uns leider nicht auf solch pauschale Aussagen verlassen, sondern müssen die Dinger letztendlich ausprobieren.

Easy von Sweet Smile
  • Das ist ein: Vibrator aus Silikon
  • Das kann und / oder hat es:
    7 Vibrationsstärken und -rhythmen
    Flexibel und biegsam
    Mit Batterien
  • Gibt es in: lila, weiß
  • Länge: 22 cm
  • Durchmesser: 3 – 3,9 cm
  • Empfohlener VK: 36,95 EUR
  • Kaufbar zum Beispiel bei: Orion
Desire Explodes von Fifty Shades of Grey
  • Das ist ein: Vibrator aus Silikon
  • Das kann und / oder hat es:
    8 Vibrationsmodi
    12 Geschwindigkeitsstufen
    2 Motoren
    Mit USB-Ladekabel
    spritzwassergeschützt
  • Gibt es in: dunkelblau
  • Länge: 25,4 cm
  • Durchmesser: 4,25 cm
  • Empfohlener VK: 89,95 EUR
  • Kaufbar zum Beispiel bei: Orion
Mona Wave von Lelo
  • Das ist ein: Vibrator aus Silikon
  • Das kann und / oder hat es:
    10 Vibrationsmodi
    stufenlos regelbare Geschwindigkeit
    Mit USB-Ladekabel
    wasserdicht
  • Gibt es in: weiß-pink
  • Länge: 19,6 cm
  • Durchmesser: 3,7 cm
  • Empfohlener VK: 159 EUR
  • Kaufbar zum Beispiel bei: Orion

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