Über uns oder besser: Über Euch

Wir sind ein fünfköpfiges Team von Frauen, die gefühlt relativ jung, biologisch zwischen 27 und 61 Jahren alt sind: Chantal, Elsa, Zoe, Jasmine und Rebecca…

…hätten wir auch gern geheißen, stattdessen steht in unseren Persos Susanne, Kathrin, Christine, Steffi und Anika. Viel mehr gibt es über uns nicht zu berichten. Besser können wir beschreiben, für wen wir schreiben möchten:

Für Euch anderen Susannes, Kathrins, Christines, Steffis, Anikas und Chantals, Elsas, Zoes, Jasmines, Rebeccas. Die Ihr gefühlt relativ jung seid – mit einem biologischen Alter von so ungefähr 20 bis 78 Jahren aufwärts.

Ihr versteht Euch als aufgeklärte sexuelle Wesen und steht dem folgenden mit all seinen Facetten durchaus wohlwollend und interessiert gegenüber –
ABER:
Euer Lebensinhalt dreht sich erstaunlicherweise nicht nur 24/7-mäßig um Sex, Lust und erotischen Lifestyle. Vielleicht weil Ihr zwischendurch noch ein paar belanglose, dafür zeitintensive Dinge um die Ohren habt wie Arbeiten, Lernen, Putzen, Waschen, Einkaufen, Eltern pflegen. Oder Ihr noch ein oder mehrere Kinder in die Kita bringen, auf Facebook stalken oder durchs Abi prügeln müsst.

Ihr Susannes und Zoes habt einen, zwei oder keinen Mann, eine, zwei oder keine Frau, und jawoll, Ihr habt Sex. Mal mehr, mal weniger, mit Euch und / oder mit anderen.
Und na klar seid Ihr deshalb interessiert an Informationen über das ganze Gedöns, Equipment und was noch so alles dazugehört, und sucht auch mal Ratschläge oder Anregungen für das eine oder andere intime Thema.

Seid aber von dem reizüberfluteten unübersichtlichen Angebot an Erotik-Blogs, -Shops und -Seiten im Netz total überfordert.
Denn nichts, wirklich nichts, bleibt ja heute ungesagt – oder besser ungeschrieben. Weil wir Frauen „entdeckt“ wurden: Entdeckt als „kaufstarke Konsumentenschicht“ für das einst verpönte, verschmuddelte und tabuisierte Sexzeugs, das in den guten alten schlechten (und schmierigen) Zeiten doch nur Männern vorbehalten war.

Heute haben wir mindestens soviele Vibratoren wie Schuhe im Schrank; Gleitmittel – ob vegan oder mit Prickeleffekt oder ganz anderem Chichi – benötigen längst zusätzliche Billy-Regal-Flächen im Bad, und nicht zu vergessen der eigene Ankleideraum für die 50-Shades of Grey-Klamotten, da wir neuerdings ja alle extrem auf Bondage und Sado-Maso-Praktiken stehen.
Sogar Pornos gucken wir heute mit wachsender Begeisterung – logisch, das müssen natürlich schon „Frauenpornos“ sein, aber davon gibt es ja glücklicherweise total viele.

Derart emanzipiert, liberal bis entfesselt aufgestellt, dürfen wir dann in 99% aller Shops, Blogs und Sex-, Partnerschafts-, Erotik-Rubriken ambitionierter oder auch nur schicker Frauenzeitschriften lesen, wie wir unsere Lustgipfel erklimmen und parallel unseren Liebsten mit Plüschhandschellen-gefesselten Händen und ausgeklügelter Penis-Massage in siebte Ekstase-Himmel manövrieren können (wie oft benutzt Ihr eigentlich im Schnitt Worte wie Lustgipfel und Ekstase?).
Oder wir lesen fürchterlich anmachende Stories von den Anchorwomen des Dirty Talks, die in pornotauglicher Sprache anschaulich beschreiben, was wir mit unseren (und denen anderer Leute) primären und sekundären Sexualorganen alles so anstellen können (auch logisch: in 24 Stunden an 7 Tagen).

Nicht falsch verstehen – wir wackeln hier nicht mit dem besserwisserischen Zeigefinger; es ist klasse und richtig, dass es all diesen Input gibt. Wir finden lediglich die Aufmachung des Angebotes, das es derzeit über Sex, Erotik und Co. zu lesen und hören gibt, etwas einseitig.

Wir sind nun mal nicht alle durch die Bank erfahrene Schlüpferstürmer und ambitionierte Lustgrotten-Schwimmerinnen – oder Schlimmeres. Möglicherweise wollen einige von uns das auch gar nicht.
Trotzdem aber haben auch wir ein Liebesleben.
Wir sind eben einfach nur… nur…
Mann, was haben wir lange gerungen, ob wir das furchtbar negativ besetzte Wort aussprechen, aber wir tun es jetzt:
Wir sind eben einfach nur normal! (jetzt ist es raus!).

Und wir sind ziemlich überzeugt, dass es von unserer Sorte ganz schön viele gibt. Von normalen Frauen (und Männern), die wissen, dass Sexualität im allgemeinen und (guter) Sex im speziellen wichtig ist, recht gut tut und uns im besten Fall ein Leben lang begleitet. Und dass es eine Menge Zeugs gibt, das dazu beitragen kann.

Was es für Zeugs gibt, für wen es sich eignet, für wen es sich nicht so eignet, wie und vor allem warum man es einsetzen und benutzen kann: Das wollen wir Euch auf Zadies.de beschreiben und erklären. Nicht inflationär und en masse, sondern ausgesucht und übersichtlich. Eingebettet in Beiträge, die sich mit dazu passenden Themen ausführlich beschäftigen.

Und das in einer Sprache, bei deren Lektüre Ihr Euch nicht zu schämen braucht, weil zu „porno“, oder aber die Pimpanellen kriegt, weil zu geschwurbelt.

Wir hoffen, dass wir Euren Nerv treffen – los geht’s!