Do it yourself: Onanie macht schön…


Geräte, Ruhige Vertreter: Dildos / Mittwoch, 10. Oktober, 2018

…oder trägt zumindest zum Wohlbefinden bei. Und nein: Sie führt nicht zu Epilepsie, Rückenmarksschwund, Gehirnaustrocknung und Tobsucht! Auch ist es ein Mythos, dass nur Menschen Hand an sich legen müssen, die sonst keinen abbekommen.

Ganz im Gegenteil: Heute wissen wir, dass Selbstbefriedigung doch recht gesund für Leib und Seele ist!

Noch im Jahre 1970, also vor rund 40 Jahren, hielt man Onanie oder Masturbation für eine Krankheit. Mit äußerst schlimmen Konsequenzen – von denen krumme Finger noch das geringste Übel waren -, die letztendlich gar zum Tode führen sollten. Kirche und Co. gaben (und geben teilweise immer noch) sich alle erdenk­liche Mühe, diese Ammenmärchen anzu­feuern. Im Laufe der Zeit tolerierte man die männliche Selbstbefriedigung immerhin schon als  „organische Notwendigkeit“, während die gleiche Tätigkeit bei Frauen – na klar – als „sündige Wolllust“ interpretiert wurde.

Dass das Schwachsinn ist, wusste Punk-Ikone Nina Hagen bereits Ende der 1980er Jahre, als sie in einer Talkshow im öffentlich-rechtlichen TV zur besten Sendezeit anschaulich vormachte, wie Frau sich am besten selbst zum Höhepunkt verhilft.

Der beste ­Gegenbeweis aber für die eingangs genannten drakonischen Auswirkungen der Selbstbefriedigung dürfte sein, dass die Menschheit in den letzten Jahrtausenden stetig wächst statt wie befürchtet auszusterben – und das, ­obwohl rund 80 Prozent von ihr seit eben Jahrtausenden fröhlich an sich ´rumschubbert.

Aus gutem Grund: Onanie baut Stress ab und löst Spannungen, kann beim Einschlafen und sogar gegen leichte Depressionen helfen, und durch das Kennenlernen des eigenen Körpers und seiner Reaktionen kann dann auch wiederum der Sex in der Partnerschaft profitieren (jaaa, das ist jetzt ein bunt zusammengewürfelter Erkenntnis-Stand aus eigenen Erfahrungen, Wikipedia und Apothekenumschau-Artikeln). Dass Selbstbefriedigung Falten reduziert, ist sowohl klinischen Untersuchungen als auch eigenen Erfahrungen zufolge (noch) nicht bewiesen, aber irgendwie müssen sich derart positive Eigenschaften doch vorteilhaft auf unser Äußeres auswirken.

Nun, diejenigen von uns, die über ein bis zwei funktionierende Hände verfügen oder einen unverkalkten einstellbaren Duschkopf, und bis heute gut damit zurechtkommen, brauchen nicht weiterzulesen. Die anderen, die nicht wissen, wie sie Hand oder Wasserstrahl platzieren oder aber einfach ihr Repertoire erweitern wollen, folgen uns bitte:

Neben Nina Hagen war auch Kleopatra Vollprofi in Sachen Selbstbefriedigung. Sie nutzte allerdings nicht ihre Hände (Duschen und somit auch Duschköpfe gab es ja noch nicht), sondern Dildos und – ja, Ihr lest richtig – Vibratoren (sehr inspirierend; könnt Ihr hier lesen). Ihr Dildo jedenfalls soll aus Mamor gefertigt gewesen sein (Silikon sowie Glas waren vor 2.000 Jahren ja noch eher Mangelware), und somit auch ordentlich schwer. Die Dildos der Neuzeit sind leichter, sowohl vom Gewicht als auch in der Nutzung; sie wackeln nicht von allein wie ihre Kollegen, die Vibratoren, sondern müssen von uns bewegt werden. Letztendlich ist die Entscheidung zwischen Dildo oder Vibrator Glaubenssache, ähnlich wie die zwischen dem manuellen (Zick Zick) Zyliss-Häcksler und der vollautomatisch hackenden Kitchen Aid. Diejenigen unter uns, die noch nie Fremdkörper in sich eingeführt haben, sind mit passiven Dildos zur „Einstimmung“ möglicherweise besser beraten –  ein fast von allein in rund 37 Arten vibrierender und stoßender Silikon-Hammer könnte vielleicht er- und abschrecken.

Kaufbar

Hier haben wir zwei Exemplare, stellvertretend für die zigtausenden Dildo-Modelle auf dem Markt, herausgesucht.

„Spirit“ heißt der lilafarbene aus Silikon. Er kann sowohl von der runden als auch der spitzeren Seite eingeführt werden. Mit knapp 18 Zentimetern hat er eine moderat zu händelnde Länge, und die beiden unterschiedlichen Enden zwischen 2,2 und 3,6 Zentimetern Durchmesser bieten ebenfalls eine flexible Handhabung.

Das Silikon ist so mittelweich, das heißt, etwas wasserbasiertes Gleitmittel hilft beim Einführen. Der Spirit ist außerdem biegsam – auch das ist ganz Euren persönlichen Präferenzen geschuldet. Biegsambarkeit ist für die einen wichtig, weil der Dildo oder Vibrator dann flexibler auf die verschlungenen Pfade unserer Körper eingeht; andere favorisieren starre, nicht flexible Toys, an die sich umgekehrt unsere Anatomie anpassen muss.

So wie bei dem zweiten hier, dem No. 7 Icicles. Er ist aus Glas. Sogar mundgeblasenem (inwieweit das jetzt wirklich die zu erwartenden Ergebnisse beeinflusst, entzieht sich unserem jetzigen Kenntnisstand). Glas ist für viele das Material der Stunde, da es sehr hygienisch ist und sogar in der Spülmaschine gereinigt werden kann. Auch Allergiker sind mit Glas gut bedient. Der No.7 hat dazu noch diese rosararbenen Nubbel, die mehr Reibung erzeugen sollen. Was ganz interessant ist bei diesen Glasdildos – sie können im Wasserbad erwärmt oder im Kühlschrank abgekühlt werden… so man denn möchte. Auch der No.7 liegt im durchschnittlichen Längenraster der Dildos, lässt sich allerdings nur von der verjüngten Seite her einführen, rät zumindest der Hersteller.

Preislich liegen beide im mittleren Segment – der eine mit knapp 25, der andere mit knapp 40 Euro. Soviel solltet Ihr allerdings auch investieren in einen Dildo, der dann theoretisch sehr lange einsatzbereit sein kann. Zur Veranschaulichung legen wir immer alltägliche Dinge neben die Sexspielzeuge, damit Ihr eine halbwegs anschauliche Vorstellung von der Größenordnung der Dinger bekommt (das Problem kennt Ihr aus dem grandiosen Männerwitz über die Einpark-Qualifikationen von Frauen… in dem offenbar doch ein Körnchen Wahrheit steckt, denn wir aus dem zadies.de-Team können nicht immer exakt abschätzen, ob 20 Zentimeter jetzt lang oder eher kurz sind, oder ob ein Mehr-Durchmesser von 0,5 Zentimetern wirklich den Kohl fett macht – er macht es!).

Spirit von Sweet Smile

  • Das ist ein: Dildo aus Silikon
  • Das kann und / oder hat es:
    Beidseitig einführbar
    Leicht gebogen, soll auch G-Punkte finden
    Biegsam, flexibel
  • Das gibt es in: Lila
  • Länge: 17,8 cm
  • Durchmesser: 2,2-3,6 cm
  • Empfohlener VK: 24,95
  • Kaufbar zum Beispiel bei: Orion

No.7 von Icicles

  • Das ist ein: Dildo aus Glas
  • Das kann und / oder hat es:
    Mit rosafarbenen Reiznoppen
    Erwärm- oder abkühlbar
    In der Spülmaschine zu reinigen
  • Das gibt es in: Transparent / rosa
  • Länge: 17,8 cm
  • Durchmesser: 2,8 cm
  • Empfohlener VK: 39,95
  • Kaufbar zum Beispiel bei: Orion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.